Libreville – Hauptstadt der Republik Gabun

In diesen ersten Blogbeiträgen geht es um meine Reise nach Zentralafrika. Das Abenteuer beginnt! Im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem ich am Flughafen in Libreville angekommen und direkt in das Hotel gefahren war, kam der erste Schock: Der Portier wusste von gar nichts, es sei kein Hotelzimmer für Dr. Oldhaver gebucht und im übrigen sei auch kein Zimmer mehr frei. Schockschwerenot! Es war ca. 23.30 Uhr und ich hatte keine Ahnung, wo ich so plötzlich ein Hotelzimmer her bekommen sollte. Denn – das sei hier vorausgeschickt – Libreville ist ein teures Pflaster. Das Land verfügt über Erdöl. Das heißt zwar nicht, dass die einfachen Menschen hier im Reichtum schwelgen, dieser kommt vornehmlich der „Elite“ zu Gute. Aber die Lebenshaltungskosten sind für afrikanische Verhältnisse sehr hoch, die Stadt zählt laut Economist zu den 10 teuersten Städten der Welt. Dies gilt im Besonderen auch für die Hotels, die teilweise unerschwinglich sind. Daher galt es nun einen kühlen Kopf zu bewahren und sanft auf den Portier einzureden, ihn zu besäuseln, ihn ganz lieb zu bitten, doch noch einmal genau in den Belegungsplan zu gucken. Und siehe da, nach einigem Hin und Her habe ich schließlich doch noch mein Zimmer bekommen.

Nachdem ich mein Zimmer bezogen und das Moskitonetz aufgespannt hatte – wohlwissend, dass hier direkt am Meer die Mückenplage nicht ganz so extrem ausfallen dürfte – gönnte ich mir an der offenen Hotelbar ein kühles Getränk und spannte erst einmal aus. Dabei las ich in einem Schmöker von Georges Simenon: „Tropenkoller“, der in Gabun spielt.

Am nächsten Morgen beschloss ich, vor dem Abmarsch ins Landesinnere, Libreville zu besichtigen. Die Stadt wurde offiziell 1849 nach dem Vorbild von Freetown als Siedlung für freigelassene Sklaven gegründet und zählt heute rund 600.000 Einwohner. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Stadt hat nicht viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Selbst das Nationalmuseum, von dem ich mir erste Eindrücke der heimischen Kultur erhofft hatte, war äußerst spärlich bestückt. Interessant sind hier insbesondere die Reliquien und rituellen Masken. Besichtigen kann man auch das Mausoleum des ehemaligen Präsidenten Léon M’ba an der Esplanade. Hier erhielt ich gegen ein kleines Trinkgeld auch eine private Führung. Spannend ist auch ein Bummel über den Marché du Mont-Bouët. Abends isst man gut im L’Odika. Hier gibt es neben französischer Küche auch afrikanische Spezialitäten.

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